Die erste Besiedlung des Gebietes durch slawische Stämme datiert in dem 6. Jahrhundert n. Chr.. Der Name Dresden wurde auf das altsorbische "Drezdany", das etwas wie Wald- oder Auenbewohner hieß, zurückgeführt. Die Ableitung vom altslawischen Wort "drezga" (Sumpfwald, Gestrüpp, Röhricht) ist noch ungeklärt. Die sorbische Bevölkerung wurde von der Gründung der Burg Meißen um 929 unterworfen, die Hauptstützpunkt deutscher Herrschaft bildete.
Erst anfangs des 12. Jahrhunderts folgten den Slawen weitere Siedler, Bauern, Handwerker und Kaufleute – meistens die Germanen - , so also unterlag die slawische Bevölkerung zahlenmäßig bald. In diesem Jahrhundert gründeten deutsche Kolonisten und vermutlich auch Kaufleute des Fernhandels südlich der an der Elbfurt stehenden Burg, die Siedlung Dresdene. Sie bauten sie mit 60 m langen Häuserblocks planmäßig um einen annähernd quadratischen, 130 x 100 m großen Stadtmarkt (den heute viel größeren Altmarkt) herum auf. Durch den Marktplatz floss damals der kommende Kaitzbach zur Elbe. Die Größe der Siedlung konnte in dieser Zeit etwa 500 m betragen. Das regelmäßige Gitterschema der Straßen und Gassen mit einem Markt im Mittelpunkt war typisch für mittelalterliche Städte, die in diesen Zeiten der zweiten deutschen Ostexpansion gründet wurden.
Aus dem Jahr 1206 stammt die erste urkundliche Erwähnung von Dresden. Kurz darauf, am 21.01.1216, legte Markgraf Dietrich die Stadt nach regelmäβigem Plan an und Dresden wurde das Stadtrecht verliehen.
Die Entwicklung der Stadt begrenzte sich vorzugsweise auf den auf dem linken Ufer gelegenen Stadtteil, der, obgleich von geringem Umfang, schon mit Mauern und Gräben verschanzt war, während Altendresden am rechten Ufer (die jetzige Neustadt) sich nicht entwickelte. Um 1403 erhielt auch Altendresden das Stadtrecht. Ab 1434 durfte Dresden dank kurfürstlicher Erlaubnis jährlich am 24. Dezember einen "freien Markt" veranstalten (einen Vorgänger des heutigen Dresdner "Striezelmarktes"). Im Zuge des 15. Jahrhunderts traf Dresden mehre Unfälle, worunter besonders Pest und Krieg, 1429 die Brandschatzung eines großen Teils der Stadt durch die Hussiten und ein Stadtbrand vom 15. und 16. Juni 1491, der die Hälfte aller Häuser vernichtete, zu erwähnen sind.
1464 wurde Dresden die Residenz der Wetteiner und zwischen Jahren 1485 und 1918 auch Haupt- und Residenzstadt der albertinischen Linie der Wettiner. Um das Jahr 1500 lebten in der Stadt Dresden samt ihrer Vororte und Altendresden zirka 6.000 Einwohner.
Im 16. Jahrhundert ,besonders seit 1530, kam zu groβer Erweiterung der Stadt, Auf- und Neubau im Stil der Renaissance und umfangreicher Ausbau der modernen Befestigungsanlagen, die die Stadtmauer aus dem Mittelalter ersetzten. Heinrich der Fromme, der Nachfolger des Herzogs Georg der Bärtige, führte 1539 die Reformation in Dresden ein. Im Siegesergebnis des Schmalkaldischen Krieges erhielten die albertinischen Fürsten 1547 die Kurwürde. Somit entwickelte sich Dresden zur Hauptstadt des bedeutendsten protestantischen Landes, das nach den Habsburgischen Ländern der mächtigste deutsche Staat war. Und die Stadt erlebte einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Die bestehende Burg wurde zu einer kolossalen Schlossanlage umgebaut.
Sachsen blieb Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) bis 1631 neutral, danach entbrannte der Krieg auch in das sächsische Territorium. Auch der lange Zeit nur unzureichend gesicherte Altendresden (die spätere Neustadt) am rechten Elbufer wurde infolge des Krieges befestigt. Im Jahr 1639 brannten die Schweden die Vorstädte Dresdens teilweise nieder, vermochten jedoch nicht die Stadtfestung zu überwinden. Auch im Jahr 1643 gelang es ihnen nicht und Dresden blieb so - nicht zuletzt wegen der mächtigen Stadtfestung - von der Kriegszerstörungen verschont. Doch um 1632/33 wütete die Pestepidemie in der Stadt und brachte wie auch die Hungersnot einen großen Teil der Bevölkerung um. Zusammen mit dem wirtschaftlichen Niedergang führten diese Umstände zu einem schweren Rückschlag in der städtischen Entwicklung. Nichtsdestoweniger dauerte es nur wenige Jahrzehnte, bis die Stadt wieder in neuem Glanz errichtet wurde, besonders durch die starke Unterstützung der kulturellen und wirtschaftlichen Entfaltung durch den kurfürstlichen Hof.
Zwischen 1680 und 1684 breitete sich nochmals eine schwere Pestepidemie in Dresden aus. Doch weder diese Pest und noch der Brand Altendresdens im Jahre 1685, der etwa 330 der 390 Wohnhäuser dieses Stadtteils vernichtete, hielten die rasche Entwicklung der Stadt nicht auf. An der Stelle des Stadtbrands entstanden anschließend viele prächtige Bauten im Barockstil, die die heutige Neustadt bilden.
1694 tritt Kurfürst Friedrich August I., nach dem Erwerb der polnischen Königskrone 1697 auch als August II. König von Polen, der unter dem Namen August der Starke bekannt war, seine Herrschaft am Dresdner Hofe an. Damit begann die glänzendste Geschichtsperiode Dresdens, die bis zum Beginn des Siebenjährigen Krieges andauerte. Unter seiner Herrschaft entstanden auch viele bedeutende Bauwerke unter anderen das Blockhaus, die Ritterakademie, die Kaserne, das Japanische Palais, die Zwingergebäude (ursprünglich der Vorhof zu einem nie gebauten Schloss) oder die Dreikönigskirche, die jetzige Frauenkirche.Dresden entwickelte sich zu einem führenden europäischen Kunst- und Kulturzentrum. Die vielen Prachtbauten brachte der Stadt den Namen "Elbflorenz". Während dieses Aufschwungs und wegen der großen Bedürfnisse des Hofs verdreifachte sich die Einwohnerzahl der Stadt zwischen Jahren 1700 und 1755 auf 63.000 Menschen.
Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) verwüsteten die Preußen das sächsische Territorium und belagerten Dresden mehrfach. Am 19. und 20. September 1760 zerschoβ die Friedrichs der Große Artillerie die Stadt. Im Zuge des Krieges wurde etwa 500 Häuser, besonders in der Altstadt, zerstört. Erhebliche Zerstörungen und Verlust der Bevölkerungszahlen waren die Folgen, von denen Dresden sich nur langsam erholte. Davon zeugt auch die Erschütterung des Johanns Wolfgangs von Goethe, der im Jahr 1768 schrieb: "Die Mohrenstraße im Schutt so wie die Kreuzkirche mit ihrem geborstenen Turm drückten sich mir tief ein und stehen noch wie ein dunkler Fleck in meiner Einbildungskraft."
Auch die Französische Revolution mit napoleonischen Kriegen, während deren Dresden die Hauptstadt eines von Napoleons Gnaden erhobenen Königreiches Sachsen war, hinterließen tiefe Spuren in der Stadtentwicklung, die nach der Herrschaft Napoleons nicht mehr vom königlichen Hofe bestimmt wurde. Eine liberale Regierung wurde inauguriert.
Nach 1850 kam zur großen Industrialisierung Dresdens. Dresdnern Industriezweigen dominierte die Leichtindustrie. Und zur Jahrhundertwende besetzte Dresden auch dank vieler Eingemeindungen mit 500.000 Einwohnern den vierten Platz unter Städte in Deutschland.
Als der letzte König 1918 abdankte, entstand der Freistaat Sachsen. Kaum erholt von den Folgen des Ersten Weltkrieges entbrannte die Weltwirtschaftskrise (1929-33) weitere Niederlagen für die Entwicklung der Stadt. Der zweite Weltkrieg mit den Bombenangriffen vom Februar 1945 bedeuteten für die Stadt groβe Zerstörung. Kein anderes geschichtliches Ereignis versetzte Dresden solche Wunden.
In den Jahren nach dem Krieg wurden ausgebrannte Gebäude abgerissen anstatt wiederaufgebaut. Überliefert war das Motto der damaligen Regierung: „Eine sozialistische Metropole braucht weder Barock noch Kirchen.“ Am 3. Oktober 1990, dem Tag der deutschen Eineit, wurde Dresden wieder das, was es jahrhundertlang war: die Landeshauptstadt Sachsens. Mit dem echten Wiederaufbau der Stadt begann man erst nach der Wende. Glücklicherweise ist heute der Wiederaufbau der wichtigsten historischen Bauwerke Dresdens nahezu abgeschlossen. Und Dresden ist wieder ein der schönsten Städte Europas.