Wissenswertes

Dresdner Sportlegenden und traditionelle Sportclubs

Zur sportlichen Geschichte Dresdens muss man natürlich auch das verheerende Hochwasser im Sommer 2002 zählen, das viele Sportanlagen der Stadt verwüstet hat. Besonders der Sportpark im Ostragehege war völlig von dem Hochwasser übergeschwemmt.

Dresden strich aber immer wieder Sportler heraus, die die Stadt weltweit präsentierten. Hier finden Sie eine kleine Auswahl Dresdner Sportlegenden:

Fußball

Der deutsche Fußball ist seit Jahren auf abwechslungsreiche Weise mit Dresden verbunden.

Helmut Schön, der als Nationaltrainer die deutsche Fuβballmannschaft 1974 zum Weltmeister- und 1976 zum Vizeeuropameistertitel führte, stammte aus Dresden und begann seine sportliche Karriere.

Er spielte von 1933 bis 1945 im Dresdner Sport Club (DSC) und stellte hier sein Können unter Beweis.

DSC, dieser Traditionsverein, der wurde am 30. April 1898 gegründet, galt für eine der erfolgreichsten deutschen Fußballmannschaften der Vorkriegszeit. Und zwischen Jahren 1933 und 1944 gewann die Mannschaft mehrfach Deutscher Meistertitul und wurde Pokalsieger.

Im jüngerer Fuβballvorleben schrieb vor allem Dynamo Dresden die Geschichte. Dynamo Dresden war die erfolgreichste Elf der DDR. Neben vielen deutschen Meistertiteln gewannen sechs Spieler aus der Mannschaft Olympisches Gold 1976 in kanadischem Montreal.

Leichtathletik

Schon um 1932 gewannen Dresdner Leichtathleten Olympische Medaillen. Lies Müller, die mehrfache Deutsche Landesmeisterin im Mehrkampf und im Speerwurf, eroberte bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die Silbermedaille im Speerwerfen.

Der Dresdner Läufer Rudolf Harbig galt für einen der erfolgreichsten Leichtathleten seiner Zeit.

Er legte zwischen 1939 und 1941 Weltrekorde über 400, 800 und 1000 Meter auf, von denen über die 800-Meter-Distanz 16 Jahre lang ungebrochen blieb.In den letzten Jahren war es vor allem die Hürdenläuferin Heike Meisner, die 1995 als Deutsche Meisterin und 1996 als Fünfte der Olympischen Spiele über 400 Meter Leichtathletik-Erfolge für Dresden erreichte.

Eisschnelllauf

Während der 80er Jahre war Dresden Daheim der erfolgreichsten Eisschnellläuferinnen der Welt:

Andrea Ehrig, derzeit Schöne und Mitscherlich, war nicht nur zweifache Welt- und fünffache Europameisterin, sondern nahm zwischen 1976 und 1988 an vier Olympischen Winterspielen teil, wo sie zahlreiche Medaillen gewann. 1984 siegte sie in Sarajewo über 3.000 Meter und besetzte über 1.000 Meter und 1.500 Meter den zweiten Platz.

In daselbem Jahr konnte auch die Dresdnerin Karin Enke einen ihrer olympischen Höhepunkte feiern: Zwei Gold- und zwei Silbermedaillen brachte die 11-fache Weltmeisterin nach Dresden. Sie bestätigte diesem Triumph auch bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary, wo sie weitere hervorragende Ergebnisse hinzufügte.

Rudern und Kanurennsport

Der graziöse Flusslauf der Elbe ist seit Jahrzehnten die Trainingskulisse der Dresdner Wassersportler, die mehrfach sportlichen Ruhm erlangten.

Im Rudern war es vornehmlich der Dresdner Riemenvierer mit Steuermann, der olympische Medaillen gewann. In Montréal 1976 bestzte die Dresdner Mannschaft zweite Platz und vier Jahre später gewannen die Dresdner in Moskau Gold.

Mit Christine Scheiblich im Ruder-Einer und Carsta Kühn im Zweier-Kajak waren nah in Montréal und Moskau Dresdner Sportlerinnen weiteres olympisches Gold zu erkämpfen.

Wasserspringen

Die erste Olympiasiegerin der DDR im Kunstspringen hatte ihr Hinterland in Dresden. Ingrid Krämer gewann 1960 in Rom zwei Goldmedaillen. Vier Jahre später triumphierte sie in Tokio erneutes Gold im Kunst- und Silber im Turmspringen.

Mit Jan Hempel, der seit mehr als 15 Jahren aktiv war, disponierte Dresden mit einem der erfolgreichsten deutschen Wasserspringer. Von 1986 bis 1989 wurde er fünffacher Junioren-Europameister, 1988 und 1992 brachte er Olympia-Medaillen. 1993 wurde er Europameister vom 3-Meter-Brett und 1995 Deutscher Meister. An den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta besetzte Jan Hempel zweite Platz im Turmspringen.