Diese altneue protestantische Gotteshaus stellt eines der gröβten Wahrzeichen von Dresden den Stolz aller Dresdner dar.
Die Frauenkirche Dresden hat eine tausendjährige Geschichte hinter sich. Schon ihre Vorgängerkirchen trugen den Namen Frauenkirche und waren der Mutter Gottes geweiht. Das monumentale Bauwerk entstand nach den Plänen des Dresdner Baumeisters George Bähr zwischen dem 26. August 1726 und dem 27. Mai 1743, als das Turmkreuz in die Höhe von 91,23 Metern aufgesetzt wurde. Die Dominante ganzer Kirche ist die 24 Meter hohe Kuppel, die in mehrfacher Form für eine Besonderheit gilt. Sie ist ausnahmslos aus Sandstein gefertigt und tragt ein Gewicht von über 12.000 Tonnen. Mit ihrer Höhe von 24 Metern und einem Durchmesser von 26 Metern halt man sie für die größte steinerne Kuppel nördlich der Alpen. Unverwechselbar ist auch die Gestalt der Kuppel, die den Eindruck einer Glocke bildet. Dieser Eindruck brachte der Frauenkirche ihren Beinamen „die steinerne Glocke“ ein. Im Glockenturm hängen sieben Glocken und die gröβte - Jesaja (Friedensglocke) - hat Durchmesser von 140,4 cm und wiegt 1.750 kg.
Über zwei Jahrhunderte hinweg emporragtedie Kuppel der Frauenkirche selbstbewusst über der Stadt. Am 13. Februar 1945 wurde Dresden samt der Frauenkirche bombardiert. Selbst die Bombardierung überstand die Frauenkirche vorerst ohne größere Schäden. Aber das Feuer drang aus der brennenden Stadt in die Kirche ein. Das war die letzte Wunde. Am Vormittag des 15. Februar 1945, zwei Tage nach dem Angriff, stürzte die Kirche ein.
Nach dem Krieg galt die Ruine der Frauenkirche als Denkmal an die zehntausenden Opfer der Bombardierung.
Der Trümmerberg der Frauenkirche wurde zunächst seit 1947 inventarisiert und Steinblöcke geborgen, um ihren späteren Wiederaufbau zu ermöglichen. Entgegen den Empfehlungen des Denkmalschutzamtes wurde „die steinerne Glocke“ nicht nur wiederaufgebaut, sondern die Arbeiten wurden an ihr 1949 eingestellt. 1959 wurden sogar 600 m³ der Steine von dem Trümmerberg als Uferbefestigung an die Elbe gebraucht. Von der Sprengung wurde sie jedoch zuletzt verschont und als Mahnmal befestigt.
Am 13. Februar 1990, dem 45. Jahrestag des Angriffs, entstand eine Bürgerinitiative zum Wiederaufbau der Frauenkirche. Im März 1991 entschloss sich die Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens den Beitritt zu einer noch zu gründenden Stiftung für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. Im Februar 1992 entschloss sich auch die Landeshauptstadt Dresden, den Wiederaufbau finanziell und ideell zu unterstützen. Und im Januar 1993 begann die archäologischen Entrümpelungen, am 27. Mai 1994 folgte die Symbolische Grundsteinlegung zum archäologischen Wiederaufbau der Frauenkirche. Der Wiederaufbau sollte im Oktober 2005 abgeschlossen sein und auch war. Am 30. Oktober 2005 wurde die Frauenkirche feierlich geweiht. Der Grundbau endete mit der „Krönung“ im Juli 2004. Die 38 Tonnen schwere Kupferhaube mit dem Strahlenkreuz wurde hochgezogen und auf die Laterne gesetzt. Die Restauratoren schafften zum Beispiel auch den Altar, mit dem zwar wieder erstandenen herabschwebenden Engel, aus etwa 2000 Bruchstücken zu restaurieren. Die Beachtung verdienen auch die ursprünglichen dunkelen Steinblocke, welche in die neugebauten Wände an ihre Stellen wiedereingefügt waren.